AvaRisk ist eine Handy-Software für Java-fähige Mobiltelefone, die der Berechnung der Reduktionsmethode nach Werner Munter dient. Die Reduktionsmethode errechnet das statistische Risko eines Lawinenabgangs aus gegebener Lawinengefahrstufe, Wetterbedingungen und Verhalten des Alpinisten. Siehe dazu auch Wikipedia Lawinen.
Reduktionsmethode - Werner Munter
Die Reduktionsmethode soll an dieser Stelle nicht vorgestellt werden, dazu wird die Lektüre des Buches 3x3 Lawinen von Werner Munter empfohlen.Aber auch im Internet findet man einige gute Artikel (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
- Artikel von W. Munter bei Bergundsteigen
- Die Alpen, Ausgabe 2/1999
- Kleine Lawinenkunde für Schneeschuhwanderer bei Steinmandl
- Gute Einführung in die Reduktionsmethode bei Powderpark
- Kleiner Überblick über die verschiedenen Systeme zum Lawinenrisikomanagement
- Tourenlehrpfad SLF: Grafische Reduktionsmethode und vieles mehr
Wichtig zu beachten ist, dass die Reduktionsmethode nur für die Verwendung in den Alpen geeignet ist und bei anderen Gebirgen unter Umständen zu einer Risikovergrößerung führen kann! Weiterhin kann keine Methode 100%ige Sicherheit bieten. Wer sich in der Natur bewegt, geht ein Risiko ein, welches zwar bei vernünftigem Verhalten reduziert, aber niemals - auch nicht mit der Reduktionsmethode - vollständig aufgehoben werden kann.
Voraussetzungen
Alle neueren Java-fähigen Mobiltelefone (mindestens MIDP 2.0 - MIDP 1.0 funktioniert nicht) und aktuelle Blackberry-Modelle sind geeignet. Empfohlen ist eine Bildschirmauflösung von mindestens 128x128, 250kB Speicher und ein Farbdisplay. Da es aber auch unter diesen Telefonen große Unterschiede gibt, kann es trotz erfüllter Voraussetzungen zu Problemen kommen. Bitte berichten Sie diese mit Angabe des Herstellers und Typs (z.B. Nokia 6230i) an folgende E-Mail: phone@avarisk.com.
Sie können Ihr Telefon auch testen. Geben Sie dazu diese URL in den Browser Ihres Mobiltelefons oder PDA ein: http://wap.avarisk.com/test.php (Vorsicht, eventuell Onlinekosten!).
Diese Modelle wurden bereits erfolgreich getestet:
- Blackberry Storm (eigene Version)
- HTC Advantage X7500
- HTC Touch Diamond
- LG KG800 (Chocolate)
- Motorola KRZR K1
- Nokia 5140i
- Nokia 6110 Navigator
- Nokia 6210 Navigator
- Nokia 6230i
- Nokia 6680
- Nokia E50
- Palm LiveDrive (IBM JVM)
- Samsung SGH-X160
- Samsung SGH-ZV60
- Sony-Ericsson J300i
- Sony Ericsson c702
- Sony Ericsson K800i
- Sony Ericsson S500i
Da es mir unmöglich ist, AvaRisk auf allen aktuell und in der Vergangenheit verfügbaren Mobiltelefonen zu testen, freuen ich mich natürlich auch über Positivmeldungen. Schreiben Sie ebenfalls ein Mail an phone@avarisk.com.
Bedienung
Tastenbelegung
Ein Mobiltelefon hat meist keine vollständige Tastatur. Daher sind die vorhandenen Tasten
mit weiteren Funktionen belegt. Meist oben links und oben rechts befinden sich die sogenannten
Softkeys. Dies dienen zum Wechseln zwischen den einzelnen Bildschirmen. Was die Tasten im Einzelnen
auslösen, steht in der unteren Leiste.
Bei einigen Telefonen funktionieren die Tasten jedoch nicht, dann sollte man für "Links" die Tasten
"1" oder "7" ausprobieren und für "Rechts: die Tasten "3" oder "9".
Die Taste "Fire" heißt so, weil sie in Spielen meist für das Abfeuern von Waffen benutzt wird.
In AvaRisk öffnen und schliessen Sie damit Menues.
Mit den Pfeiltasten oder "2", "6", "8" und "4" können Sie zum Beispiel die Lawinengefahrstufe einstellen,
zwischen einzelnen Buttons wechseln oder eine Menueeintrag auswählen.

Start
Der Startbildschirm. Er wird durch die Betätigung einer beliebigen Taste
oder nach einer fest eingestellten Zeit beendet und der Haftungsausschluss
wird angezeigt.
Haftungsausschluss
Bitte lesen Sie sich diese Hinweise sorgfältig durch und - sofern Sie
einverstanden sind - bestätigen Sie dies durch Druck auf "Akzeptieren".
Sind Sie nicht einverstanden, drücken Sie bitte auf "Abweisen" und
AvaRisk wird beendet.
Lawinenbulletin
Bitte stellen Sie hier die aktuell gültige Lawinengefahrstufe
(Europäische Lawinengefahrenskala)
für die gewünschte Gegend ein.
AvaRisk kann diese nicht automatisch feststellen. Stattdessen muss die Gefahrenstufe von Ihnen
per Internet, Telefon oder Fax beim zuständigen Institut erfragt werden (z.B. für die Schweiz das
SLF).
Auf dem Balken ist das von Munter definierte Gefahrenpotential dargestellt, welches nicht mit der Lawinenwarnstufe zu verwechseln ist! Das Gefahrenpotential ist 2 hoch der Gefahrenstufe und kann je nach Ihrer Einschätzung nach oben oder unten leicht variiert werden.
Munter definiert den Zusammenhang wie folgt:
| Gefahrenstufe | Gefahrenpotential |
|---|---|
| GERING (1) | 2 |
| MÄSSIG (2) | 4 |
| ERHEBLICH (3) | 8 |
| GROSS (4) | 16 |
| SEHR GROSS (5) | 25 |
Beispiel: Sagt das Lawinenbulletin "Mässig", so stellen Sie den mittleren gelben Bereich ein, so dass auf dem Balken "4" oder höher steht (siehe obige Abbildung).
Abschliessend drücken Sie bitte auf "Weiter".
Umgebung
Bitte geben Sie hier ein, ob auf dem Hang nasser Schnee vorherrscht oder
alle Expositionen (d.h. Hanglagen) im Lawinenbulletin als kritisch
angesehen werden.Drücken Sie nach der Eingabe bitte auf "Weiter", um zum nächsten Bildschirm zu gelangen oder auf "Zurück" für den letzten Bildschirm.
Reduktionsfaktoren
Jetzt können die Reduktionsfaktoren eingestellt werden. Da nur beschränkt Platz auf dem kleinen Bildschirm eines Mobiltelefons vorhanden ist, wird hier nicht explizit zwischen erst-, zweit- und drittklassigen Reduktionsfaktoren unterschieden. Es sind jedoch alle Reduktionsfaktoren vorhanden und können benutzt werden.
Diese Meldung erscheint, wenn Sie eine Gefahrenstufe größer als
"Moderat" eingegeben habe, aber noch nicht die maximale Hangneigung (erster Button)
angegeben wurde. Drücken Sie eine Taste und wählen Sie eine maximale
Hangneigung.
Hier sind die mittleren zwei Knöpfe für den zweitklassigen Reduktionsfaktor und
die Auswahl "Häufig befahrener-Selten befahrener Hang" nicht verfügbar, da
im vorhergehenden Bildschirm "Nasser Schnee" ausgewählt wurde.
Diese Anzeige erscheint, wenn Sie dennoch auf die nicht funktionierenden
Knöpfe drücken.
Ergebnis
Wenn Sie die Reduktionsfaktoren ausgewählt haben, können Sie das Ergebnis
der Reduktionsmethode entweder im Titel ablesen (nur bei hohen Bildschirmauflösungen),
oder Sie klicken auf "Weiter" und erhalten diese Anzeige.
Ein Wert kleiner oder gleich "Eins" steht für ein akzeptiertes Risiko und wird daher mit einem Haken signalisiert (siehe links).
Ein Wert über "Eins" steht für ein erhöhtes Risiko, welches durch das
Warnschild angezeigt wird.
Sollte das Risiko nicht kleiner oder gleich "Eins" sein, so wählen Sie weitere Reduktionsfaktoren, bis das Restrisiko ausreichend klein ist. Wichtig ist natürlich, diese Reduktionsfaktoren später bei der Tour auch einzuhalten.